Ein Interview zur Rolle der ISO/IEC 25010 und zu msg.TEN

Qualität in der Softwareentwicklung

Warum sollten sich Softwareentwicklungsprojekte mit der Qualität ihrer Produkte hinsichtlich der nicht-funktionalen Anforderungen beschäftigen?

Thomas Rauch: Qualität und nicht-funktionale Anforderungen werden oft nur nebenläufig behandelt. Das kann zum einen damit zusammenhängen, dass nicht klar ist, was passende Qualitätsmerkmale sind. Zum anderen stehen oft die reinen Funktionalitäten zu sehr im Vordergrund. Ein Kunde sagte einmal: „Qualität ist egal. Hauptsache die Funktionen sind da!“ Diese Aussage ist insofern schwierig, da Qualität und Funktionen Hand in Hand gehen. Nicht-funktionale Anforderungen beschreiben neben den Rahmenbedingungen genau dies: Qualitätsanforderungen, die ergänzend zu den konkreten Funktionalitäten den Wert einer Anwendung für den Nutzer oder die innere Qualität einer Anwendung erhöhen. Diese werden in dem Standard für Softwarequalität ISO/IEC 25010 beschrieben.

Die ISO/IEC 25010 ist der Standard für Softwarequalität und beschreibt die Qualitätsmerkmale hinsichtlich „Qualität im Gebrauch“ und „Produktqualität“. Dabei meint „Qualität im Gebrauch“ die Qualitätsmerkmale, die den Wert einer Anwendung für den Nutzer ausmachen, z.B. dass er die Anwendung effektiv und effizient zur Erreichung seiner Ziele nutzen kann oder zufrieden mit der Anwendung ist. „Produktqualität“ beschreibt die innere Qualität einer Anwendung. Dazu gehören beispielsweise die Leistungseffizienz, eine angemessene Testabdeckung, Sicherheitsmerkmale oder die Verfügbarkeit. Aus Sicht der Produkt- oder Projektteams bietet die ISO/IEC 25010 eine Auflistung der Qualitätsmerkmale, über die es sich zumindest Gedanken machen sollte. In welcher Ausprägung die einzelnen Qualitätsmerkmale zu berücksichtigen sind, hängt vom Produkt oder Projekt ab.

Interviewpartner

Thomas Rauch ist Product Owner von msg.TEN und übernimmt diese Rolle in Kundenprojekten. Er legt dabei großen Wert auf eine nutzerzentrierte und qualitätsorientierte Erfassung von Anforderungen.

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