Fokus Digital 2026
Nachbericht
Impulse für eine sichere und wirksame Nutzung von KI
Am 9. und 10. Juni 2026 versammelte die Fokus Digital im RuhrCongress Bochum Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Digitalisierung, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der digitalen Transformation zu diskutieren. Die von IHK DIGITAL und IHK-GfI ausgerichtete Veranstaltung bot darüber hinaus Raum für Austausch, Vernetzung und neue Impulse rund um zukunftsweisende Technologien und organisatorische Transformation.
msg war sowohl mit Expertinnen und Experten aus Public Sector als auch Security Advisors vor Ort vertreten und nutzte die Gelegenheit, um unterschiedliche Perspektiven auf zentrale Fragestellungen der digitalen Transformation zusammenzubringen.
Für den Public Sector steht dabei eine Frage zunehmend im Mittelpunkt: Wie lassen sich neue Technologien so einsetzen, dass sie echten Mehrwert schaffen – ohne dabei Sicherheit, Compliance und Verlässlichkeit zu gefährden?
KI zwischen Innovation und Handlungsdruck - Vortrag
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der praktischen Umsetzung von Künstlicher Intelligenz in Organisationen. Dabei wurde deutlich: Die Einführung von KI ist kein rein technologisches Thema, sondern erfordert klare Rahmenbedingungen, definierte Verantwortlichkeiten und etablierte Steuerungsmechanismen.
In seinem Vortrag „Zwischen Innovation und Handlungsdruck - KI-Nutzung mit ISMS‑Bordmitteln steuern“ zeigte Christopher Stradomsky (Lead Business Consultant, msg security advisors) wie bestehende Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS) gezielt genutzt werden können, um einen belastbaren Governance‑Rahmen für KI-Anwendungen zu schaffen. Anhand konkreter Praxiserfahrungen wurde erläutert, wie sich regulatorische Anforderungen, organisatorische Prozesse und technische Maßnahmen sinnvoll verzahnen lassen – ohne Innovationspotenziale auszubremsen.
Die zentrale Erkenntnis: Viele Organisationen verfügen bereits über geeignete Strukturen, um den Einsatz von KI zu steuern – diese müssen jedoch konsequent weiterentwickelt und auf neue Anforderungen ausgerichtet werden.
Digitale Souveränität als Leitprinzip
Neben dem Thema KI zeigte sich auch ein übergreifender Trend, der alle Diskussionen prägte: die wachsende Bedeutung digitaler Souveränität. Insbesondere im öffentlichen Sektor wird es zunehmend entscheidend, technologische Abhängigkeiten zu reduzieren, Sicherheitsstandards konsequent umzusetzen und gleichzeitig innovationsfähig zu bleiben.
Austausch als Schlüssel zur Transformation
Die Gespräche vor Ort verdeutlichten, dass dieser Balanceakt nur durch ein ganzheitliches Zusammenspiel aus Technologie, Organisation und Strategie gelingen kann. Themen wie IT-Sicherheit, interoperable Systeme und durchgängige digitale Prozesse bleiben dabei zentrale Handlungsfelder für die kommenden Jahre.
Neben den fachlichen Impulsen stand vor allem der persönliche Austausch im Fokus der Veranstaltung. Die Vielzahl an Gesprächen zeigte, wie hoch der Bedarf an Orientierung und praxisnahen Lösungsansätzen aktuell ist – insbesondere im Spannungsfeld zwischen technologischer Dynamik und regulatorischen Anforderungen.
Fazit
Die Fokus Digital 2026 hat damit einmal mehr unterstrichen, dass erfolgreiche Digitalisierung im Public Sector nicht allein durch neue Tools entsteht. Entscheidend ist vielmehr, wie Organisationen Technologien in bestehende Strukturen integrieren, Governance etablieren und ihre Mitarbeitenden in die Lage versetzen, neue Möglichkeiten sicher und zielgerichtet zu nutzen.
„Zwei spannende und inspirierende Tage auf der Fokus Digital in Bochum liegen hinter uns. Der intensive Austausch mit Industrie- und Handelskammern hat deutlich gemacht, welche zentrale Rolle Digitale Souveränität für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft spielt. Wir freuen uns darauf, die IHKs auch künftig mit innovativen und verlässlichen Lösungen auf ihrem Weg zu mehr digitaler Unabhängigkeit und Leistungsfähigkeit zu begleiten.“
Lars Rodenberg
Abteilungsleiter | msg Public Sector
Impressionen
Unser Team vor Ort: (v.l.n.r.) Christopher Stradomsky, Lars Rodenberg, Verena Wild, Jochen Zerhusen und David Bruder
Ausgelassene Stimmung beim Dinner
Vortrag von Christopher Stradomsky