Zukunftskongress Staat & Verwaltung 2026
Nachbericht
Impulse für einen handlungsfähigen und digital souveränen Staat
Am 9. und 10. Juni 2026 trafen sich im Berlin Congress Center erneut zentrale Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zum 12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung. Auch der msg Public Sector war vor Ort vertreten – unter anderem mit unserer Geschäftsbereichsleitung Helmut Lämmermeier und Patrick Brauckmann – und nutzte die Plattform für den intensiven Austausch mit Kundinnen, Kunden und Partnern. Die Leitveranstaltung für den Public Sector stand in diesem Jahr ganz im Zeichen einer Frage, die aktueller kaum sein könnte: Wie gelingt es, Staat und Verwaltung schneller, wirkungsstärker und digital souverän aufzustellen?
Im Fokus: Entwicklung strategischer Zielbilder
Neben hochkarätigen Keynotes prägten vor allem praxisnahe Formate wie Zukunftswerkstätten, Fachforen und Best-Practice-Dialoge den Austausch. Themen wie Verwaltungsmodernisierung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, sichere digitale Infrastrukturen und Bürokratierückbau zeigten die gesamte Bandbreite aktueller Transformationsanforderungen.
Vor Ort wurde zugleich deutlich: Digitale Souveränität entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Leitprinzip für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung. Gefragt sind tragfähige, modulare und offene IT-Architekturen, die langfristige Handlungsfähigkeit sichern und technologische Abhängigkeiten reduzieren. Gerade in sicherheitskritischen und hochregulierten Bereichen gewinnt dieser Anspruch zunehmend an Bedeutung.
Austausch und konkrete Lösungsansätze am msg-Stand
An unserem Messestand drehte sich alles um den direkten Austausch mit Besucherinnen und Besuchern. In zahlreichen Gesprächen wurde klar, dass die Herausforderungen ähnlich gelagert sind: steigende Anforderungen an Effizienz, wachsender Innovationsdruck und gleichzeitig begrenzte Ressourcen.
Der Dialog zeigte zugleich, dass viele Organisationen verstärkt auf praxiserprobte Lösungen setzen, um ihre Digitalisierungsprojekte zielgerichtet umzusetzen. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind dabei ein klarer Fokus auf Wirkung, die Integration in bestehende Governance-Strukturen sowie die nachhaltige Verankerung digitaler Prozesse in der Organisation. Dennoch ist vorab die strategische Perspektive und Ausrichtung von großer Bedeutung, bevor entsprechende Maßnahme identifiziert und etabliert werden können.
Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt war das Thema Wirkungsorientierung, das im Rahmen eines Roundtables mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft intensiv diskutiert wurde.
Die Diskussion verdeutlichte eine zentrale Herausforderung vieler Digitalisierungsprojekte: Obwohl Wirkungsorientierung als strategisches Ziel allgemein anerkannt ist, wird sie in der Umsetzung häufig nicht konsequent operationalisiert. Projekte starten nicht selten mit konkreten Lösungen, bevor die zugrunde liegenden Wirkungsziele klar definiert sind. Gleichzeitig erfolgt die Steuerung vielfach noch entlang von Output-Kennzahlen statt entlang tatsächlich erzielter Wirkung.
Ein gemeinsames Fazit der Teilnehmenden: Wirkungsorientierung ist weniger ein methodisches als vielmehr ein Führungs- und Steuerungsthema. Entscheidend ist, Wirkungsziele frühzeitig zu definieren, in messbare Größen zu überführen und systematisch in Entscheidungsprozesse und Governance-Mechanismen zu integrieren. Nur so kann digitale Transformation nachhaltig Wirkung entfalten.
Ein weiteres zentrales Signal setzte msg im Rahmen des Kongresses mit der Bekanntgabe der strategischen Partnerschaft mit OpenProject, einem führenden Anbieter von Open-Source-Software für Projekt- und Produktmanagement.
Die Kooperation zielt darauf ab, Organisationen ganzheitlich bei der Umsetzung moderner, transparenter und effizienter Projektstrukturen zu unterstützen und gleichzeitig den Anforderungen an digitale Souveränität gerecht zu werden. Insbesondere für die öffentliche Verwaltung und regulierte Branchen bietet der Ansatz eine attraktive Alternative zu proprietären Lösungen – mit Fokus auf Kontrolle über Daten, Flexibilität der Systeme und langfristige Unabhängigkeit.
Damit wurde auf dem Zukunftskongress nicht nur über digitale Souveränität gesprochen, sondern ein konkreter Baustein für deren praktische Umsetzung vorgestellt.
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Fazit: Vom Diskurs zur Umsetzung
Der 12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung hat einmal mehr gezeigt, dass die zentralen Herausforderungen der digitalen Transformation erkannt sind. Die Diskussionen haben aber auch deutlich gemacht, dass auch wenn eine konsequente Umsetzung das Zielbild ist, vorab die strategische Ausrichtung von entscheidender Bedeutung ist.
Wirkungsorientierte Steuerung, der Aufbau souveräner IT-Strukturen und eine stärkere Vernetzung der Akteure sind dabei relevante Hebel. Der Kongress lieferte hierfür nicht nur Impulse, sondern bot eine Plattform, auf der konkrete Lösungsansätze entwickelt und Partnerschaften initiiert werden konnten.
Für uns steht fest: Die Zukunft der Verwaltung entscheidet sich in erster Linie an der strategischen Ausrichtung – daran, wie klar Ziele definiert, Prioritäten gesetzt und nachhaltige Leitplanken geschaffen werden. So wird der Rahmen für ein wirksames Handeln gesetzt.
„Der Zukunftskongress zeigt eindrucksvoll, wie viel Dynamik und Gestaltungskraft aktuell in der Digitalisierung der Verwaltung steckt.“
Helmut Lämmermeier
Geschäftsbereichsleitung Public Sector
„Die entscheidende Herausforderung bleibt, diese vielfältigen Impulse gezielt aufzugreifen und in wirksame, nachhaltig tragfähige Lösungen für die Praxis zu übersetzen.“
Patrick Brauckmann
Geschäftsbereichsleitung Public Sector
"Die Diskussionen auf dem ZuKo2026 haben große Herausforderungen für die Fachverfahrenslandschaft deutlich gemacht. Cloud-Technologien verändern grundlegend die Betriebsmodelle. Die Nutzung von KI verändert die Entwicklung von Fachverfahren und kann manche Fachverfahren komplett ersetzen."
Werner Achtert
Executive Business Consultant
Public Sector
Impressionen
Unser Team vor Ort
Ausgelassene Stimmung auf dem Alexanderplatz
Partnerschaft mit OpenProject