2. AFCEA
Fachveranstaltung 2026
Nachbericht
Nachbericht: 2. AFCEA Fachveranstaltung 2026
Die 2. AFCEA Fachveranstaltung „Führungsfähigkeit architekturbasiert II: Von der Architektur zur verteidigungsfähigen Bundeswehr“ hat eindrucksvoll verdeutlicht, welche zentrale Rolle architekturbasierte Ansätze für die Weiterentwicklung moderner Streitkräfte einnehmen. Am 16. und 17. Juni 2026 kamen im Tagungszentrum der Julius-Leber-Kaserne in Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Bundeswehr, Industrie und Politik zusammen, um die nächste Entwicklungsstufe militärischer Führungsfähigkeit zu gestalten. Auch wir waren mit eigenem Stand und Team vor Ort.
Die Veranstaltung, ausgerichtet vom AFCEA Bonn e.V., dem BMVg und dem OpArch FüFä Bw, setzte sowohl inhaltlich als auch organisatorisch hohe Maßstäbe. Die Beteiligung hochrangiger Vertreter bestätigte die strategische Relevanz des Themas. Gleichzeitig war der offene, konstruktive Austausch prägend für die gesamte Veranstaltung. Ein gemeinsames Verständnis über Herausforderungen und Zielbilder wurde nicht nur diskutiert, sondern aktiv erarbeitet.
Im Mittelpunkt stand die Operationelle Architektur als verbindendes Element zwischen Bedarf, Planung und Umsetzung. Sie schafft die notwendige Transparenz, um komplexe Wirkzusammenhänge zu verstehen und Entscheidungen fundiert abzuleiten. Gerade im Kontext von Multi-Domain Operations wird sie zunehmend zum Enabler für eine durchgängige, interoperable Führungsfähigkeit.
Deutlich wurde dabei auch: Zeit ist zur kritischen Ressource geworden. Die Fähigkeit, operative Bedarfe schnell und konsistent in wirksame Fähigkeiten zu überführen, entwickelt sich zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Reaktionsfähigkeit wird damit zur Kernkompetenz moderner Streitkräfte.
Fachlicher Austausch und Paneldiskussion
Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung war der intensive Austausch zwischen Bundeswehr und Industrie. Unser Kollege Paul Meiwald, (Senior Business Consultant, msg), war als Vortragender im Panel „Operative Bedarfe: Eingangsgrößen“ mit dabei.
Im Rahmen seines Beitrags brachte er insbesondere die Perspektive der architekturbasierten Fähigkeitsentwicklung ein. Im Fokus stand dabei die Frage, wie operative Eingangsgrößen so strukturiert werden können, dass sie als belastbare Grundlage für Planung, Beschaffung und Umsetzung dienen. Der Austausch machte deutlich, dass Architektur nur dann ihre Wirkung entfaltet, wenn sie als operatives Steuerungsinstrument verstanden und entlang der gesamten Umsetzungskette gelebt wird.
Der Panelbeitrag unterstrich zugleich die Notwendigkeit, Zusammenarbeit neu zu denken. Operateur, Beschaffung und Industrie müssen enger verzahnt agieren, um Geschwindigkeit und Wirkung zu erhöhen. Genau hier setzt der architekturbasierte Ansatz an.
Auch am Stand zeigten wir, wie sich architekturbasierte Ansätze konkret in einsatzrelevante Lösungen übersetzen lassen.
Im Zentrum standen die Synergien zwischen msg.Moewe und msg.Strike. Beide Lösungen adressieren unterschiedliche Ebenen der militärischen Wirkungskette und werden durch ein gemeinsames Architekturverständnis miteinander verbunden.
msg.Strike demonstriert, wie durch hochautomatisierte, skalierbare Architekturen Entscheidungen innerhalb von Sekunden unterstützt werden können. Die Lösung verbindet datengetriebene Analyse mit operativer Entscheidungsunterstützung und ermöglicht eine präzise Zuordnung von Effekten im Einsatz.
Sie möchten mehr wissen zu msg.Strike? Hier unverbindlich informieren!
msg.Moewe ergänzt dieses Bild als Lösung zur durchhaltefähigen, großflächigen Aufklärung. Durch KI-gestützte Auswertung und kontinuierliche Lagenüberwachung schafft sie die notwendige Datengrundlage für fundierte Entscheidungen im Einsatz.
Sie möchten mehr wissen zu msg.Moewe? Hier unverbindlich informieren!
Besonders hervorgehoben wurde die Verzahnung beider Ansätze. Sensordaten, Lagebilder und Analysefähigkeiten greifen ineinander und unterstützen so eine durchgängige Wirkungskette – vom Sensor bis zum Effekt. Die zugrunde liegende Architektur stellt sicher, dass diese Systeme interoperabel, skalierbar und sicher betrieben werden können.
Ein zentrales Leitmotiv der Präsentation war dabei die Aussage: „Die schwächste Schnittstelle entscheidet über die Mission.“ Daraus leitet sich der klare Fokus auf Security by Design in missionskritischen Architekturen ab.
Zentrale Erkenntnisse der Veranstaltung
- Architekturbasierte Ansätze etablieren sich als verbindendes Element der Fähigkeitsentwicklung.
- Geschwindigkeit wird zum entscheidenden Faktor zwischen Bedarf und Wirkung.
- Operationelle Architektur schafft Transparenz und fördert Entscheidungsfähigkeit.
- Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Industrie ist Schlüssel zur Umsetzung.
- Integration von Sensorik, Datenverarbeitung und Effektoren erfordert durchgängige Architekturen.
Fazit
Die 2. AFCEA Fachveranstaltung hat deutlich gemacht, dass architekturbasierte Führungsfähigkeit der entscheidende Hebel für eine verteidigungsfähige Bundeswehr ist. Die Herausforderungen sind erkannt, die methodischen Grundlagen gelegt – nun kommt es auf die konsequente Umsetzung an.
msg konnte sich dabei als aktiver Teil dieser Transformation positionieren. Durch den Beitrag im Panel, die fachliche Einordnung architekturbasierter Ansätze sowie die Präsentation konkreter Lösungen wurde deutlich, wie sich strategische Konzepte in operative Wirkung überführen lassen.
Ein besonderer Dank gilt den Veranstaltern für die exzellente Organisation sowie für ein Format, das den offenen Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung in den Mittelpunkt stellt.
Impressionen
Unser Team vor Ort: (v.l.n.r.) Stephan Boost, Paul Meiwald, Kai Fronia, Andreas Rieger
Vortrag von Paul Meiwald
Paneldiskussion - Operative Bedarfe: Eingangsgrößen
Unser Experte Andreas Rieger im Gespräch