Resilienz stärken, Handlungsfähigkeit sichern
Erfahrungen aus Red Storm Business
Wie resilient ist Ihr Unternehmen wirklich?
Was passiert, wenn Strom, Kommunikationswege oder digitale Services plötzlich nicht mehr verfügbar sind? Eine Frage, die im Alltag oft theoretisch erscheint, im Krisenfall jedoch unmittelbar über die Handlungsfähigkeit von Organisationen entscheidet.
Mit der in Hamburg durchgeführten Krisenvorsorgeübung „Red Storm Business“ hat die Handelskammer Hamburg Unternehmen dazu aufgerufen, sich genau mit diesem Szenario auseinanderzusetzen. Die Übung fand parallel zur Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“ statt, bei der das Zusammenwirken von Bundeswehr, Behörden und weiteren Akteuren in Krisen- und Verteidigungsszenarien trainiert wird. Während dort die staatliche Ebene im Mittelpunkt steht, richtet sich Red Storm Business gezielt an Unternehmen und deren Resilienz gegenüber dem Ausfall kritischer Infrastrukturen.
Auch msg Defense & Aerospace beteiligte sich an der Übung und nutzte die Gelegenheit, die Auswirkungen eines längerfristigen Stromausfalls auf den eigenen Geschäftsbetrieb zu analysieren. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Services für die eigene Handlungsfähigkeit tatsächlich kritisch sind.
Der Stromausfall ist nur der Auslöser
Ziel der Übung war nicht die Suche nach der perfekten Antwort auf ein Krisenszenario. Im Vordergrund stand vielmehr das gemeinsame Verständnis für Risiken, Abhängigkeiten und mögliche Gegenmaßnahmen.
Dabei zeigte sich schnell, dass nicht der Stromausfall selbst die größte Herausforderung darstellt. Viele Tätigkeiten lassen sich zunächst pragmatisch an andere Standorte oder ins Homeoffice verlagern. Entscheidend ist vielmehr die Frage, welche Informationen, Kommunikationswege und digitalen Dienste weiterhin verfügbar sind und wie lange Teams und Projekte arbeitsfähig bleiben.
Denn moderne Organisationen sind heute in hohem Maße von digitalen Werkzeugen und Services abhängig. Fällt ein kritischer Dienst aus, helfen selbst verfügbare Endgeräte nur noch begrenzt weiter. Die eigentliche Herausforderung liegt daher in der Identifikation kritischer Abhängigkeiten und der Vorbereitung auf den Ausfall essenzieller Prozesse.
Kritische Fragen für resiliente Organisationen
Im Rahmen der Übung standen deshalb Fragen im Vordergrund, die sich viele Organisationen im Tagesgeschäft nur selten stellen:
- Was passiert, wenn die Stromversorgung plötzlich ausfällt?
- Welche Services sind für die tägliche Arbeit unverzichtbar?
- Welche Kommunikationswege stehen im Krisenfall noch zur Verfügung?
- Wie kann die Handlungsfähigkeit aufrechterhalten werden, wenn gewohnte Prozesse nicht mehr funktionieren?
Solche Fragestellungen gewinnen angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, hybrider Bedrohungen und wachsender Abhängigkeiten von kritischen Infrastrukturen weiter an Bedeutung. Resilienz entsteht nicht erst in der Krise, sondern durch die frühzeitige Auseinandersetzung mit potenziellen Störungen und deren Auswirkungen.
Sichere Kommunikation als Schlüsselfaktor
Ein besonderer Fokus der Übung lag auf der Rolle digitaler Kommunikations- und Kollaborationsplattformen. Gemeinsam mit dem Business-Continuity-Management-Team wurde untersucht, wie kritische Arbeits- und Kommunikationsprozesse auch unter erschwerten Bedingungen aufrechterhalten werden können. Dabei stand insbesondere msg.Vysthos, unsere VS-konforme Infrastruktur für sichere Kommunikation und Zusammenarbeit, im Fokus.
Die Übung hat gezeigt, dass technologische Resilienz weit mehr umfasst als die Verfügbarkeit einzelner Systeme. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Menschen, funktionierenden Prozessen, klaren Verantwortlichkeiten, belastbaren Kommunikationswegen und den richtigen Werkzeugen, die Arbeits- und Kommunikationsprozesse auch in außergewöhnlichen Lagen zuverlässig unterstützen.
Resilienz beginnt vor der Krise
Der längerfristige Stromausfall in Berlin hat bereits verdeutlicht, wie schnell vermeintlich selbstverständliche Dienstleistungen und Infrastrukturen beeinträchtigt sein können. Solche Ereignisse machen deutlich, dass Krisenvorsorge kein theoretisches Thema ist, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Handlungsfähigkeit von Unternehmen und Organisationen.
Die Teilnahme an Red Storm Business hat erneut bestätigt, wie wichtig es ist, kritische Services regelmäßig zu hinterfragen, Abhängigkeiten sichtbar zu machen und bestehende Business-Continuity-Konzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Besonders positiv ist, dass sich die bestehenden BCM-Konzepte in den Diskussionen und Szenarien als durchdacht und belastbar erwiesen haben. Die Übung hat bestätigt, dass msg Defense & Aerospace für kritische Situationen gut vorbereitet ist und über wesentliche Bausteine zur Sicherung der Handlungsfähigkeit verfügt. Belastbare Vorsorgekonzepte und resiliente digitale Infrastrukturen leisten dabei einen entscheidenden Beitrag, um selbst in außergewöhnlichen Lagen arbeits- und entscheidungsfähig zu sein.
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Sichere Kommunikation ist ein Schlüsselfaktor für organisationale Resilienz – besonders in außergewöhnlichen Lagen. Erfahren Sie, wie msg.Vysthos eine VS-konforme und souveräne Zusammenarbeit ermöglicht und damit dazu beiträgt, Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit zuverlässig zu sichern.
Fazit
Ob Ausfälle in der Energieversorgung, Störungen kritischer Infrastruktur oder andere Krisenszenarien: Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Organisationen mit unerwarteten Ereignissen konfrontiert werden, sondern wie gut sie darauf vorbereitet sind.
Übungen wie Red Storm Business schaffen das notwendige Bewusstsein für Risiken, machen Abhängigkeiten sichtbar und fördern die kontinuierliche Weiterentwicklung von Resilienz und Business Continuity Management. Red Storm Business liegt hinter uns, die Erkenntnisse bleiben: Krisenvorsorge ist keine einmalige Aufgabe. Sie lebt davon, regelmäßig kritisch zu hinterfragen, welche Abhängigkeiten bestehen und wie mit ihrem Ausfall umzugehen ist.
Vielen Dank an alle Beteiligten für den offenen Austausch und die engagierte Mitarbeit!
Denn wirksame Krisenvorsorge beginnt lange bevor die Krise eintritt.
Zur Einordnung von Fachbegriffen und Abkürzungen im Kontext Defense & Aerospace finden Sie weitere Definitionen in unserem IT-Glossar.