So wird der Traum von der Workation wahr – Ein Erfahrungsbericht
Karriereblog | Beitrag vom 04.02.2025
Darum geht's: Du träumst schon lange davon, eine Workation zu machen? Nach einem intensiven Arbeitstag einfach mal die Füße in weichen Sand zu stecken oder mit dem Surfbrett aufs Meer rauszupaddeln?
Ortsflexibles Arbeiten – auch aus dem Ausland – ist inzwischen zu einem attraktiven Benefit für Mitarbeitende in vielen Unternehmen geworden. Aber worauf kommt es dabei an? Was muss man beachten, damit du deine Workation genießen kannst und dein Arbeitgeber trotzdem auf deine volle Leistung zählen kann? Und ist eine Workation auch was für dich? Chiara erklärt es dir in ihrem persönlichen Rückblick auf eine unvergessliche Zeit!
Sie hat ihren Workation-Traum gelebt: Chiaras Job & Aufgaben bei msg
Ich bin Chiara, 27 Jahre alt und arbeite seit 2021 als Produktdesignerin und User Experience Specialist bei msg. Seither unterstütze ich unsere Kunden dabei, in ihren Softwareentwicklungsprojekten die verschiedenen Anforderungen zusammenzubringen – also was technisch möglich ist, was das Business will und vor allem: was die Nutzerinnen und Nutzer wirklich brauchen. Aus all dem entwickle ich visuelle Konzepte, die die Idee greifbar und nutzbar machen.
Das Großartige daran: so habe ich großen Einfluss auf das Endprodukt. Mein Ziel ist immer, dass die Software nicht nur funktioniert, sondern sich auch richtig gut anfühlt. Ich achte stark auf die Qualität aus Sichter der User - schließlich sollen sie gerne damit arbeiten.
Zu meinem Glück lässt sich diese Rolle super remote ausführen, weshalb ich 2023/24 mehrere Monate lang aus dem Ausland arbeiten konnte – eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte!
Chiara hat sich ihren Traum von einer Reise durch Asien erfüllt. In diesem Erfahrungsbericht erfährst du, wie sie ihre Workation erfolgreich organisiert hat.
Lichtermeer in Bangkok zum Loy Krathong Festival. Nach Corona war es endlich wieder möglich, unkompliziert Fernreisen anzutreten.
Auf den offenen Austausch kommt es an: So klappt es mit der Workation
Mein Wunsch, einmal eine Workation zu machen, ist nach und nach gewachsen.
Da mein Berufseinstieg mitten in der Corona-Zeit lag, war es für mich von Beginn an eine Selbstverständlichkeit alle meine Aufgaben remote zu erledigen.
Nachdem sich die kritische Phase von Corona 2022 dann langsam gelegt hatte und Länder ihre Einreisebeschränkungen Stück für Stück aufgehoben hatten, ist mein Bedürfnis die Welt zu entdecken und rauszukommen sehr stark geworden. Also dachte ich: “Naja, ob ich jetzt zuhause in meinem Homeoffice meine Aufgaben erledige oder auf der anderen Seite der Welt macht doch am Ende keinen Unterschied?”.
Es folgten ein paar Gespräche mit meiner damaligen Vorgesetzten und dem HR Global Mobility-Team von msg, in denen individuell für meinen Fall festgestellt wurde, dass nichts gegen meinen Wunsch spricht. Ein paar bürokratische Klärungen später gab es dann das offizielle Einverständnis und meinen Plänen stand nichts mehr im Wege.
»Ich konnte schon in Deutschland sehr gut aus dem Homeoffice arbeiten. Daran hat sich in meiner Zeit im Ausland nichts geändert.«
– Chiara Hillen
Je mehr Handlungsspielraum du dir sicherst, desto flexibler deine Workation
Insgesamt bin ich 14 Monate durch Asien gereist und habe dabei aus Indien, Indonesien, Thailand und von den Philippinen aus gearbeitet.
Es standen tatsächlich noch mehr Länder auf der Liste, die ich zuvor mit unserer HR-Abteilung abgeklärt hatte. Unterwegs habe ich dann einige Länder aus diversen Gründen wieder verworfen.
Aber! Es war gut diese Flexibilität dafür auch zu haben und dafür wieder an Orte zurückgehen zu können, die mir besonders gut gefallen haben.
Viele Monate, Länder und Kulturen: trotzdem hat Chiara immer den Überblick behalten und konnte ihre Reise flexibel anpassen.
»Ich hab verstanden, dass viele Konventionen, nach denen ich vorher gelebt habe, eigentlich völlig relativ sind – in anderen Teilen der Welt spielen sie gar keine Rolle.«
– Chiara Hillen
Auf der anderen Seite der Erde und doch nah dran und fokussiert – ein typischer Schreibtisch von Chiara während ihrer Workation.
Ein typischer Workation-Alltag am Beispiel von Chiara
Die Zeitverschiebung hat meinen Arbeitsalltag ziemlich verändert. Dem Kunden hatte ich versprochen weiterhin zu deutschen Zeiten zur Verfügung zu stehen, also habe ich nach deutschen Zeiten gearbeitet.
Für mich bedeutete das konkret, dass ich meinen Arbeitstag aufgrund der Zeitverschiebung frühstens um 12 Uhr mittags angefangen habe und dann in den Abend oder sogar in die Nacht hineingearbeitet habe. Für mich als Nachteule war das super und hat mir sogar sehr viel besser gefallen als morgens um 7 Uhr für die Arbeit aufzustehen. Vor der Arbeit hatte ich dann Zeit, um mir ein nettes Plätzchen für ein Frühstück zu suchen, surfen zu gehen, den Ort zu erkunden oder mich mit neuen Freunden zu treffen.
Natürlich sah jeder Tag ein bisschen anders aus – die Zeitverschiebung war ja auch immer anders: von 3,5 Stunden in Indien zu bis zu 7 Stunden auf den Philippinen und in Indonesien.
Herausforderungen bei Workations? So hat Chiara sie gemeistert!
Probleme damit den Fokus zu behalten hatte ich nicht. Zumindest nicht mehr als das, was jeder aus seinem Alltag auch kennt. Ich konnte schon in Deutschland sehr gut aus dem Homeoffice arbeiten. Daran hat sich in meiner Zeit im Ausland nichts geändert.
Für mich war immer nur wichtig, mich auf eine Zeit festzulegen, zu der ich die Arbeit beginne, während ich in einem spezifischen Land war.
Ich mache meine Arbeit auch gerne und fühle mich sehr verantwortlich für die Ergebnisse, die ich liefere. Mehr Motivation brauchte ich an dieser Stelle nicht.
Was ebenfalls sehr geholfen hat: mit meinem Team habe ich zu diesem Zeitpunkt schon über drei Jahre lang zusammengearbeitet. Alle Kolleginnen und Kollegen wussten also, dass auf mich Verlass ist. Tatsächlich habe ich kurz vor meiner Abreise sogar noch mehr Verantwortung bekommen, da eine Kollegin in den Mutterschutz gegangen ist und ihre Tätigkeiten aufs Team verteilt wurden.
Ich arbeite mit super Leuten zusammen, die alle sehr wohlwollend und unterstützend meinen Plänen gegenüber waren. Das hat die gesamte Erfahrung natürlich umso schöner gemacht.
Bezüglich einer guten Internetverbindung war ein wenig Recherche nötig. Ich habe meine Standorte in den jeweiligen Ländern schon von der Infrastruktur vor Ort abhängig gemacht und war eher in urbanen Regionen angesiedelt, wo man damit rechnen konnte, dass die Verbindung dort ausreichend war.
Außerdem war ich immer mit einer lokalen SIM-Karte mit 5G ausgestattet, über die ich die meiste Zeit auch gearbeitet habe. Mein Endgegner waren teilweise eher die Stromausfälle. Ich war also schon immer hinterher, meinen Laptop so geladen wie möglich zu haben. Die Ernstfälle, dass ich mal wirklich arbeitsunfähig war, waren in den 14 Monaten aber so selten, dass ich sie mit der Häufigkeit von solchen Vorkommnissen in Deutschland vergleichen würde.
Chiaras persönliche und berufliche Learnings aus ihrer Workation
Eins habe ich aus meiner Workation vor allem mitgenommen: Ich möchte diese Flexibilität in meinem Leben nicht mehr missen. Für mich ist klar: ein Arbeitgeber ohne Remote-Möglichkeit kommt für mich nicht mehr in Frage. Ich habe es mir selbst bewiesen, dass es super machbar ist, Reisen und Arbeiten zu vereinen.
Auf persönlicher Ebene war’s noch viel prägender. Ich habe die “echte Welt” außerhalb des Corporate-Umfelds erlebt. Menschen kennengelernt, die ganz andere Werte und Prioritäten leben als wir oft in unseren Karriereblasen. Neue Hobbies entdeckt. Und verstanden, dass viele Konventionen, nach denen ich vorher gelebt habe, eigentlich völlig relativ sind – in anderen Teilen der Welt spielen sie gar keine Rolle.
Karriere ist cool. Seine Passion innerhalb seiner Karriere ausleben zu können ist noch cooler. Aber was auch cool ist? Sein Leben nicht von Arbeit bestimmen zu lassen und all die Sachen machen zu können, die einem Freude bereiten. Und wenn ich das kann, dann performe ich auch besser in meinem Job. Fragt mein Team. WIN-WIN :)
Auf einer Reise wie dieser sammelt man unzählige Erkenntnisse. Welche aber sind für die weitere persönliche und berufliche Entwicklung elementar?
Chiara Hillen
Senior Business Consultant
Chiara Hillen ist seit 2021 Teil von msg. Als Senior Business Consultant ist sie in der Geschäftseinheit Industry Solutions am Standort Hamburg tätig. Ihr fachlicher Fokus liegt auf den Themen Produktdesign und User Experience (UX) Design.
Workation bei msg: Benefit mit Signalwirkung
Bei msg ist es uns wichtig, Mitarbeitenden möglichst viel Freiraum und Gestaltungsfreiheit bei der Arbeit zu geben. Deshalb versuchen wir, den Wünschen nach Workations nach individueller Prüfung bestmöglich nachzukommen. Unsere Kolleginnen und Kollegen profitieren darüber hinaus von vielen weiteren Vorzügen wie z.B. flexiben Arbeitszeiten, umfassenden Möglichkeiten für mobiles Arbeiten oder unseren Zeitwertkonten, über die du im Handumdrehen für ein Sabbatical sparen kannst.
Beginn deine eigene Reise – mit einem Job bei msg!